Zahlen und Fakten zur Anlage in Ratingen-Lintorf
Genehmigung der Anlage 21. Dezember 1995
Offizielle Indienststellung 5. September 1997
Kapazität, erste Ausbaustufe 30.000 Tonnen/Jahr
Endausbau (nach Bedarf) 40.000 Tonnen/Jahr
Größe des Grundstücks 100.000 Quadratmeter
Überbaute Fläche 13.500 Quadratmeter
Größtes Bauwerk (Rottehalle) 5.000 Quadratmeter
Rohmaterial Garten- und Parkabfälle, Bioabfälle (Braune Tonne), organische Produktionsabfälle
Dauer der Verrottung acht Wochen, zehn Wochen und zwölf Wochen
Verwendung des Kompostes Landwirtschaft, Erwerbsgartenbau, Bauwirtschaft (Rekultivierungen), Privatgärten
Partner Landeshauptstadt Düsseldorf/ Kreis Mettmann
Träger und Betriebsgesellschaft KDM - Kompostierungs- und
Vermarktungsgesellschaft für
Stadt Düsseldorf/Kreis Mettmann mbH
* Alle Angaben ohne Gewähr.
 

Die Baugeschichte der Anlage in Ratingen-Lintorf
Nachdem sich die Partner Stadt Düsseldorf und Kreis Mettmann über die grundsätzlichen Fragen geeinigt hatten, folgte die Gründung der Kompostierungs- und Vermarktungsgesellschaft Stadt Düsseldorf/Kreis Mettmann mbH. Der Gesellschaftervertrag wurde am 7. Mai 1992 verabschiedet, die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 16. Juli 1992.

Stadt Düsseldorf und Kreis Mettmann legten die Anforderungen fest. Die neue Anlage sollte für 40.000 Tonnen Jahresumsatz ausgelegt werden. Die Abfallmenge muß sich aus Bioabfall, Garten- und Parkabfällen und gegebenenfalls organischen Produktionsrückständen und Marktabfällen zusammensetzen. Oberste Priorität muß bei den erzeugten Produkten deren Vermarktungsfähigkeit haben. Die KDM begann mit den Planungen für diese Anlage und legte im Februar 1993 der Gesellschafterversammlung eine „Projektstudie zur biologischen Abfallbehandlung am Standort Rehhecke" vor. Die Studie kam zu dem Ergebnis, daß keines der damals auf dem Markt befindlichen Verfahren in der Lage war, alle an die Lintorfer Anlage zu stellenden Forderungen zu erfüllen.

Ausbau in zwei Stufen
Den Anforderungen gerecht werde nur die Kompostierung in einer Halle mit stationärem Umsetzgerät, das einzelne Mieten umsetzen und abräumen könne. In dieser Kompostierungsanlage könne ein ausgereifter, gut vermarktungsfähiger Kompost in etwa zehn Wochen erzeugt werden. Um den Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen zu schaffen, sollen die Mieten maximal 2,5 Meter hoch sein. Eingehende Wirtschaftlichkeitsberechnungen und das erst wachsende Aufkommen an Bioabfällen sprachen zudem für den Aufbau der Anlage in zwei Stufen. Die erste Stufe solle mit einer Jahreskapazität von 25.000 Tonnen bemessen werden, die mit einer zweiten Stufe dann auf 40.000 Tonnen erhöht werden kann. Die Gesellschafter folgten allen Vorschlägen der Geschäftsführung.

Damit waren wichtige grundsätzliche Entscheidungen gefallen. Die KDM entschied sich für eine vollständig eingehauste, automatisierte Mietenkompostierung mit bedarfsgerechter Umsetzung unter Begrenzung der Mietenhöhen auf maximal 2,5 Meter. Die erforderlichen Unterlagen wurden erarbeitet, die Anträge gestellt. Bald stand auch der Kostenrahmen fest: In der ersten Ausbaustufe, die bereits auf die endgültige Vorbehandlung des Materials und die Infrastruktur im Endausbau ausgelegt ist, 30 Millionen D-Mark. Am 21. Dezember 1995 wurde der Antrag auf Errichtung der Anlage genehmigt.

Parallel zum Genehmigungsverfahren wurde das Grundstück bereits baureif gemacht und erschlossen. Erhebliche Bodenbewegungen waren auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern notwendig, rund 100.000 Kubikmeter Erdreich wurden bewegt. Teilweise mußte eine neue Tragschicht eingebaut werden.

Auf der so hergerichteten Fläche wurden Bauwerke mit einer Grundfläche von 13.500 Quadratmetern errichtet, etwa gleich groß ist die Verkehrsfläche, die ebenfalls angelegt werden mußte. Die Bauwerke unterteilen sich in Anlieferbereich (3.000 qm), Grünanlieferbereich (1.000 qm), Rottehalle (5.000 qm), Fertigkompostlager (3.200 qm) und Biofilter-Lüftungszentrale und Nebengebäude (1.300 qm).

Insgesamt 700 Tonnen Stahl und mehr als 6.000 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Die Abmessungen der Halle verlangten auch einige Besonderheiten. So ist das längste eingebaute Stahlbetonfertigteil 25 Meter lang, das schwerste, der Binder über der Anlieferungshalle, wiegt 43 Tonnen.

 
Kompostierungsanlage in Düsseldorf-Hamm
Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 30.000 t/a und wird von der IDR-Entsorgungsgesellschaft mbH betrieben. Schwerpunkt der Kompostierung bilden Garten- und Parkabfälle.
 
» zum Anfang der Seite